Psalm 8,3 „Aus dem Munde der Kinder und Säuglinge hast du Macht gegründet um deiner Bedränger willen, um zum Schweigen zu bringen den Feind und den Rachgierigen.“

Der Gottlose gefällt sich in seiner Klugheit. Und Klugheit ist für ihn Gottlosigkeit. Durch sie sucht er sinnlose Erklärungen und findet in ihnen die erwünschte Verzweiflung.
Der Säugling gefällt sich nicht. Er ist bedürftig und kann nur schreien. Schreit er nach seiner Mutter? Nein, es ist ihm völlig gleichgültig, wer ihm die Brust gibt oder ihn in den Schlaf wiegt.
Aber er kommt mit der unerschütterlichen Gewissheit auf die Welt, dass da draußen, außerhalb seiner Hilflosigkeit jemand ist, der sein Geschrei hört und ihn rettet. Der Gottlose kann dieses Verhalten sinnlos erklären. Aber es hört nicht auf: der Säugling schreit und schreit. Und mit jedem Schrei bekennt er Gott, der als Erster das Herz dieses Menschen gebildet hat, noch bevor irgend eine Erziehung greifen konnte.
Und das Geschrei ist nicht auf einen Kulturkreis beschränkt, sondern es geht um die ganze Welt. Auf diese Weise hat Gott sich aus dem Mund gerade der Säuglinge ein Zeugnis der Macht ausstellen lassen um seine mächtigsten Feinde zum schweigen zu bringen.


Startseite